Was können wir aus dem Monat der Aufklärung über Hirntumore lernen?

Es gibt viele Themenmonate, die mit verschiedenen wichtigen oder interessanten Themen verbunden sind, aber wenn es um Fragen der Krebsmedizin geht, dreht sich im März alles darum, das Bewusstsein für Hirntumore zu schärfen.

Monat der Aufklärung über Hirntumore wird genau das tun und einem sehr wichtigen Zweck dienen, denn es handelt sich um eine Krebsart, über die nicht immer viel gesprochen wird, und es gibt eine Menge Fachbegriffe, die für einen Laien verwirrend sein können.

Zudem sind sich nicht alle der Symptome bewusst, die zu einer frühzeitigen Diagnose beitragen könnten, oder der angebotenen Behandlungsformen, wie zum Beispiel Gamma-Knife-Chirurgie.

Welche verschiedenen Arten von Hirntumoren gibt es?

Das Wichtigste bei Hirntumoren ist die grundlegende Unterscheidung zwischen primären und sekundären Tumoren. Ein primärer Tumor ist der ursprüngliche Krebs und befindet sich dort, wo er entstanden ist.

Bei einem Sekundärtumor handelt es sich um Krebs, der an einer anderen Stelle im Körper entstanden ist und anschließend einen Prozess namens Metastasierung durchlaufen hat, bei dem sich Krebszellen über den Blutkreislauf oder die Lymphknoten von ihrem ursprünglichen Entstehungsort ausbreiten.

Es gibt auch verschiedene Arten von Hirntumoren, die sich durch ihre Lage und ihren Ursprung unterscheiden. über 100 verschiedene TypenViele dieser Tumoren sind jedoch sehr selten. Zu den häufigen Formen gehören Meningeome, die in den Hirnhäuten, dem Gewebe, das das Gehirn umgibt, entstehen.

Gliome, die in den Gliazellen des Gehirns und des Rückenmarks entstehen, sind die häufigsten primären bösartigen Hirntumoren, obwohl Meningeome insgesamt der häufigste primäre Hirntumor sind.

  • Glioblastome, die die häufigste Gliomart darstellen und sehr aggressiv und schnell wachsend sind.
  • Astrozytome, die in sternförmigen Zellen, den sogenannten Astrozyten, entstehen und durch eine Mutation in den Genen IDH1 oder IDH2 verursacht werden.
  • Oligodendrogliome, die seltene und langsam wachsende Tumore sind, die von den Oligodendrozytenzellen ausgehen.

Tumore werden außerdem anhand eines Gradsystems von 1 bis 4 klassifiziert, je nachdem, wie aggressiv sie wachsen. Grad 1 steht für das langsamste Wachstum, Grad 4 für das schnellste. Zum Beispiel:

  • Glioblastome sind Tumoren des Grades 4.
  • Astrozytome können vom Grad 2, 3 oder 4 sein.
  • Oligodendrogliome sind in der Regel langsam wachsende Tumoren des Grades 2, können aber manchmal auch Grad 3 aufweisen, einen Subtyp, der als anaplastisches Oligodendrogliom bezeichnet wird.

Welche Anzeichen können bei der Diagnose eines Hirntumors helfen?

Unabhängig vom Stadium des Tumors lassen sich die besten Behandlungsergebnisse für den Patienten – und die größtmögliche Auswahl an Behandlungsmöglichkeiten – durch eine frühzeitige Diagnose erzielen.

Tumore können mit zunehmendem Wachstum auf das Gehirn oder das Rückenmark drücken und dadurch Funktionen beeinträchtigen. Die genauen Auswirkungen hängen von der Lage des Tumors ab, da verschiedene Hirnregionen mit spezifischen Funktionen verbunden sind.

Dennoch können folgende Symptome Anzeichen für einen möglichen Hirntumor sein:

  • Kopfschmerzen
  • Anfälle
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Sehprobleme wie verschwommenes Sehen
  • Ein Gefühl von Schwäche oder Taubheit auf einer Körperseite
  • Kognitive oder Persönlichkeitsveränderungen
  • Gedächtnisverlust

Wer eines oder mehrere dieser Symptome verspürt, sollte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) kann Aufschluss darüber geben, ob ein Tumor vorhanden ist.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei einem Hirntumor?

Wenn bei Ihnen ein Hirntumor diagnostiziert wurde, gibt es mehrere mögliche Behandlungsmethoden:

  • Chirurgische Entfernung eines Teils oder des gesamten Organs
  • Chemotherapie
  • Strahlentherapie

Die üblicherweise angewandte spezielle Form der Strahlentherapie wird als stereotaktische Strahlentherapie bezeichnet. Sie ist darauf ausgelegt, sehr intensive Strahlendosen mit großer Präzision auf den betroffenen Bereich zu fokussieren.

Manchmal kann sie auch nach der Entfernung eines Tumors eingesetzt werden, um verbliebene Zellen zu bekämpfen; dieses Verfahren wird als adjuvante Strahlentherapie bezeichnet.

Wenn jedoch der größte Teil oder sogar der gesamte Tumor an Ort und Stelle bleibt, weil seine Lage eine chirurgische Entfernung unmöglich macht, liegt der Schwerpunkt auf der Anwendung von Strahlentherapie zur Verkleinerung des Tumors.

Was ist das Gamma Knife?

Hier kann das Gamma Knife besonders effektiv sein. Es wurde in den 1960er-Jahren von dem schwedischen Neurowissenschaftler Lars Leksell erfunden und ist kein Messer im eigentlichen Sinne, sondern ein Gerät, das hochenergetische Gammastrahlen mit hoher Präzision abgeben kann.

Dies hat den doppelten Vorteil, dass die Strahlendosis für den Tumor maximiert und gleichzeitig die Belastung des umliegenden gesunden Hirngewebes minimiert wird, wodurch die Nebenwirkungen begrenzt werden.

Die Strahlentherapie kann bei der Verkleinerung von Tumoren sehr wirksam sein. Sie wirkt, indem sie die DNA des Krebses schädigt, wodurch es ihm erschwert wird, sich zu vermehren und auszubreiten.

Diese Behandlung kann Nebenwirkungen wie Haarausfall, Müdigkeit, Hautirritationen und Übelkeit verursachen. Viele dieser Nebenwirkungen klingen jedoch nach der Behandlung wieder ab. Beispielsweise beginnen Ihre Haare wieder nachzuwachsen.

Die Diagnose eines Hirntumors kann ein einschneidendes Lebensereignis sein. Mehr Aufklärung kann jedoch für Patienten und ihre Familien sehr hilfreich sein, zum einen, weil sie eine frühere Diagnose ermöglicht, zum anderen aber auch, um das Verständnis für die verfügbaren Behandlungsmethoden zu verbessern.

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